Einen 100%igen Schutz vor Viren gibt es nicht. Allerdings können Sie einiges tun, um Ihr PC-System möglichst gut abzusichern. Hier finden Sie Tipps und Links zum Schutz Ihres PCs vor Viren, Trojanern, Würmern, Malware, Spyware etc.


Wie kann ich meinen PC vor bösartigen Anwendungen (Viren, Trojaner, Würmer etc.) schützen?

  1. Betriebssystem aktualisieren
    Microsoft Windows ist ein beliebtes Angriffsziel und bietet leider auch ausreichend viele Sicherheitslücken. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Ihr Betriebsystem immer regelmäßig aktualisieren. Dazu können Sie die von Windows angebotenen automatischen Einstellungen nutzen, oder Sie besuchen regelmäßig die Windows Update Homepage und führen die Aktualisierung manuell durch. Hier gehts zur Microsoft Windows Aktualisierung. Windows Update

  2. Antivirus Software installieren und aktualisieren
    Verwenden Sie einen Virenscanner mit Hintergrundwächter. Dieser wird bei Start Ihres PCs geladen und überwacht Ihren gesamten Internet- und Email-Verkehr. Für die private Nutzung gibt es einige verlässliche kostenlose Antivirenprogramme. Hinweise dazu finden Sie in der Rubrik Links. Achten Sie immer darauf, dass Ihr Virenscanner über aktuelle Viren-Signaturen verfügt. Dazu müssen Sie den Virenscanner laufend über Internet-Updates aktualisieren.

  3. Firewall installieren und optimal konfigurieren
    Eine ordentlich konfigurierte Firewall schützt Sie vor vielen Attacken (Hacker-Angriffe, Viren, unberechtigte Zugriffe) aus dem Internet. Sie dient wie ein Filter, der Daten aus dem und in das Internet kontrolliert, bevor er sie passieren läßt. Firewalls können entweder als reine Software-Lösung installiert werden, oder eine Kombination von Soft- und Hardware bilden. Für den privaten Bereich reicht meist eine Software-Firewall vollkommen aus.

  4. Email-Anhänge nicht sorglos öffnen
    Viele Viren und Würmer schleichen sich als Anhang eines Emails, mitunter sogar von einem bekannten Absender, ein. Klicken Sie nicht einfach darauf los, sondern sehen Sie sich die Absenderadresse an und seien Sie skeptisch, wenn Ihnen Ihr Freund um die Ecke auf einmal eine englischsprachige Email schickt. Fragen Sie im Zweifelsfall lieber einmal beim Absender nach, was er Ihnen denn da geschickt hat.

  5. Dateiendungen anzeigen lassen
    In der Grundeinstellung werden unter Windows die Endungen (z.B. .doc, .exe, .jpg) von Dateien nicht angezeigt. Die Endung der Datei erlaubt Ihnen aber den Rückschluss auf die Art der Datei. Viren & Co lauern oft in ausführbaren Dateien wie .exe (ausführbare Datei), .bat (Stapeldatei), .cmd (Windows-Stapelverarbeitung), .pif (Program-Information-File), .scr (screensaver, Bildschirmschoner). Eine beliebte Technik ist, den Viren-Anhängen eine doppelte Dateiendung, wie bill_gates_naked.jpg.exe, zu geben. Lassen Sie sich die Dateiendung nicht anzeigen, wird der Name des Attachements in Ihrem Email Programm lediglich als bill_gates_naked.jpg angezeigt. Sie klicken auf die Datei um sich das Bild anzusehen und dann ist es auch schon zu spät. Es handelt sich nämlich nicht um ein Bild, sondern um eine ausführbare Datei, die Sie mit Ihrem Klick gestartet haben. Im Windows-Explorer können Sie über das Menü "Extras - Ordneroptionen - Ansicht" die Dateiendungen einblenden. Entfernen Sie dazu den Hacken vor dem Eintrag "Dateinamenerweiterung bei bekannten Typen ausblenden".

  6. Wenn möglich Outlook/Outlook Express nicht verwenden
    Der Email-Client Microsoft Outlook/Outlook Express ist eines der beliebtesten Ziele von Virenattacken. An Ihrem Arbeitsplatz können Sie sich meist nicht entscheiden, mit welchem Email-Programm Sie arbeiten möchten. Für Ihren Privat-PC empfehlen wir Ihnen allerdings Outlook nicht zu verwenden. Es gibt schon eine Reihe von kostengünstigen und mitunter sogar kostenlosen Email-Clients, die in Ihrer Funktionalität mit Outlook (zumindest) mithalten können. Sehr empfehlenswert sind Eudora (auch als kostenlose Light-Version erhältlich) und Pegasus Mail (kostenlos und deutschsprachig). Pegasus Mail - Freeware

  7. Sichern Sie Ihre Daten
    Sie sollten in regelmäßigen Abständen Ihre Anwendungsdaten (das sind Dateien, die Sie selbst erstellt haben wie z.B. Word Dokumente, Bilder) auf ein externes Medium (CD, DVD, ZIP, Diskette) sichern. Vergessen Sie nicht, auch Ihre Emails zu sichern. Es gibt eine Reihe von Programmen die Sie bei der Erstellung von Backups unterstützen.

    Eine weitere sehr effektive Möglichkeit sind komplette System-Sicherungen. Dabei wird ein Image (Kopie) der gesamten Festplatte oder gewünschten Partitionen auf eine andere Platte, CD oder DVD erstellt. Im Fall eines Systemcrash läßt sich das System dann einfach mittels der erstellten Sicherung wiederherstellen. Ein weit verbreitetes Programm hierfür ist Norton Ghost.



Ich glaube mein PC ist von einem Virus befallen. Was soll ich tun?

  1. Virenscan machen
    Aktualisieren Sie Ihr Antivirus-Programm mit den neuesten Viren-Signaturen (Live-Update) und starten Sie eine Überprüfung Ihres gesamten Systems. Wenn Sie Glück haben, erkennt Ihr Antivirus-Programm den Virus und kann ihn entfernen ;) Findet Ihr Scanner keinen Virus, heißt das nicht sofort, dass Ihr PC nicht befallen ist. Es gibt Viren, die Antivirus-Produkte überlisten können. Zur Sicherheit empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall, eine zusätzliche Überprüfung mit einem Online-Scanner (siehe Bereich Links).

  2. Selbst Hand anlegen oder einen Spezialisten rufen
    In manchen Fällen meldet das Antivirus-Programm einen Befall, kann diesen aber nicht bereinigen. Jezt müssen Sie sich entscheiden, ob Sie selbst Hand anlegen möchten oder lieber doch einen Spezialisten rufen. Ein Rezept zum Entfernen von Viren & Co gibt es nicht. Dies kann durchaus eine langwierige Prozedur werden und manchmal führt kein Weg an einem Neuaufsetzen des Systems vorbei. Spezialisten haben einen entscheidenden Vorteil ... die Erfahrung!

  3. Wenn Sie es selbst probieren möchten
    Das Wichtigste ist, dass Sie herausfinden um welchen Schädling es sich handelt. Erst dann können Sie Gegenmaßnahmen einleiten. Im Bereich Links finden Sie Hinweise auf Programme, die Ihnen bei der Identifizierung von Viren, Würmern, Trojanern und Malware behilflich sind. Wenn Sie wissen wie der Schädling heißt, können Sie sich auf die Suche nach Removal-Tools (Entfernung-Tools) machen. Links zu Anbietern von Removal-Tools finden Sie auch im Bereich Links. Lesen Sie die Anleitungen und Hinweise der Tool-Anbieter genau durch und befolgen Sie diese.

    Bevor Sie ein Removal-Tool starten, empfiehlt es sich die Verbindung zum Internet zu lösen (Kabel ziehen) und unter Windows ME und XP sollten Sie die Systemwiederherstellung vorübergehend deaktivieren. Vergessen Sie nicht, die Systemwiederherstellung nach der Bereinigung des Systems wieder zu aktivieren und erstellen Sie einen neuen Wiederherstellungspunkt.

    So deaktivieren Sie die Systemwiederherstellung unter Windows XP:

    1. Klicken Sie auf "Start" - "Alle Programme" - "Zubehör" - "Windows-Explorer".
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf "Arbeitsplatz" und dann auf "Eigenschaften".
    3. Klicken Sie auf die Registerkarte "Systemwiederherstellung".
    4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Systemwiederherstellung deaktivieren" oder "Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren".
    5. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Übernehmen".
    6. Es erscheint eine Meldung, die Sie darüber informiert, dass mit der Deaktivierung alle bestehenden Wiederherstellungspunkte gelöscht werden. Bestätigen Sie diese Meldung indem Sie auf die Schaltfläche "OK" klicken.


    So aktivieren Sie die Systemwiederherstellung unter Windows XP:

    1. Klicken Sie auf "Start" - "Alle Programme" - "Zubehör" - "Windows-Explorer".
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf "Arbeitsplatz" und dann auf "Eigenschaften".
    3. Klicken Sie auf die Registerkarte "Systemwiederherstellung".
    4. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen "Systemwiederherstellung deaktivieren" oder "Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren".
    5. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Übernehmen" und danach auf die Schaltfläche "OK".


    So deaktivieren Sie die Systemwiederherstellung unter Windows ME:

    1. Klicken Sie auf "Start" - "Programme" - "Zubehör" - "Windows-Explorer".
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf "Arbeitsplatz" und dann auf "Eigenschaften".
    3. Klicken Sie auf die Registerkarte "Leistungsmerkmale".
    4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Dateisystem".
    5. Klicken Sie auf die Registerkarte "Problembehandlung".
    6. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Systemwiederherstellung deaktivieren".
    7. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
    8. Starten Sie Ihren Rechner neu.


    So aktivieren Sie die Systemwiederherstellung unter Windows ME:

    1. Klicken Sie auf "Start" - "Programme" - "Zubehör" - "Windows-Explorer".
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf "Arbeitsplatz" und dann auf "Eigenschaften".
    3. Klicken Sie auf die Registerkarte "Leistungsmerkmale".
    4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Dateisystem".
    5. Klicken Sie auf die Registerkarte "Problembehandlung".
    6. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen "Systemwiederherstellung deaktivieren".
    7. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
    8. Starten Sie Ihren Rechner neu.